2015-07

Juli – Sardine Run
1.7. 2015 Sardine Run Tag 3
Sonniger Tag , kaum Wind und ruhige See. Ueberall sind Toelpel zu sehen, Delfine und Wale.
Obwohl Sardinen unterwegs sind, gibt es Heute keinen Bait Ball. Aber wir gehen ins Wasser mit den Riesen Saeugern…das hat man auch nicht alle Tage !!!
Rund um ein gutter Tag, halt nicht so perfekt wie Gestern.

2.7. 2015 Sardine Run Tag 4
Ich bekomme nicht viel Nachricht von Coffee Bay. Bin dauernd mit Beulah am Schimpfen, aber es hilft alles nichts. Sie sagt, sie hat mir super Bilder gemailt, aber es kommt nichts an. Sehr frustrierend für mich. Was an Information bei mir ankommt klingt als ob Heute ein OK – Tag war. Es gab wohl Action ähnlich wie Gestern, aber eben nicht so furchtbar gut. Trotzdem scheinen alle glücklich zu sein. Das ist für mich das Wichtigste.

3.7. 2015 Sardine Run Tag 5
Früh am Morgen treffen wir uns vor der kleinen Tauchschule an der Coffee Bay und beladen die Jeeps. Ob im Auto, im Kofferraum oder auf der Ladefläche, jeder sucht sich seinen Platz zwischen all den Tauchflaschen, dem Equipment und der umfangreichen Foto- & Videoausrüstung. Zur Flussmündung, wo die Boote liegen sind es knapp 15 Minuten offroad.
Der betriebene Aufwand wird dem Namen „Adventure Dive“ hier wirklich gerecht, aber wir haben richtig Spaß und packen tatkräftig an beim Beladen der Boote; die werden anschließend von den Jeeps ins Wasser geschoben. Eine leichte Brandung ist schnell durchbrochen und der Weg auf die ruhige See frei. Nach wenigen Minuten die ersten Basstölpel, die sich auf der Jagd nach Fisch ins Meer stürzen. Erste Anzeichen für die Sardinenschwärme und auch immer wieder Delfine.
Die Crew bleibt ruhig und ignoriert die Aktivitäten, der als indopazifischen Tümmler identifizierten Delfine. Sie suchen den Langschnäuzigen gemeinen Delfin, der hier auch als Common Dolphin bezeichnet wird. Er ist bekannt dafür, die Sardinenschwärme zu einem sogenannten „Ball“ zusammen zu treiben. Genau das wollen wir sehen, denn nicht selten wird diese Jagd auch von verschiedenen Haiarten und mit viel Glück kleineren Walen oder Marlins verfolgt.
Die „Action“ löst sich schlagartig auf und wir treiben einsam neben unserem Schwesterboot. Parallel werden die Küstengewässer von einem Gleitschirmflieger nach „Vogelaktivität“ abgesucht. Der Tag ist sonnig, das Meer ruhig – eigentlich beste Bedingungen und sogar einige Buckelwale tauchen kurz auf, zeigen ihre Fluke und tauchen wieder ab. Alles geht zu schnell, leider keine Gelegenheit diese eleganten Tiere unter Wasser zu beobachten.
Auf dem Rückweg fahren wir küstennah, sehen noch einige Tölpel und auch immer wieder vereinzelt Delfine, bleiben aber auch am Nachmittag trocken. Ein kleiner Hammerhai, der knapp unter der Oberfläche schwimmt zaubert noch einmal ein Grinsen auf unsere Gesichter, dann nimmt das Boot langsam Kurs zurück.

4.7. 2015 Sardine Run Tag 6
Endlich sind ein paar Bilder aus Coffee Bay durchgekommen. Und die sehen auch gleich gar nicht schlecht aus !!!
Heutre war es wohl auch wieder wesentlich besser als Gestern. Wale, Delfine und Sardinen gab es genug. Leider keinen Bait Ball. Überall Tölpel, Schildkröte und ein Passagier hat sogar einen Mola Mola aus der Luft gesehen.
Wetter war perfekt, eher zu warm. Kein Wind und keine Wolke am Himmel.
Unser Flugzeug musste wohl eine Notlandung machen. Und Louis , unser Pilot hat den Motor mit einem starken Klebeband wieder zusammengeflickt und ist weitergeflogen. Die Farmer in Suedafrika geben nie auf…..
Taucher.Net

Samstag, 04.Juli 2015
Es ist noch dunkel als der Wecker klingelt, die Dämmerungsphase ist aber kurz in diesen Breiten und schon Minuten später strahlt die Sonne am kühlen Winterhimmel Südafrikas. Direkt nach dem Frühstück geht es los. Ein Boot nach dem anderen wird ins Wasser gelassen, ein neuer Versuch die Sardinenschwärme vor der Küste ausfindig zu machen.
Der Gleitschirmflieger ist bereits in der Luft, aber von den Basstölpeln ist noch nicht viel zu sehen, an diesem Morgen. Nach wenigen Minuten auf dem Wasser sichten wir die ersten Delfine, erst vereinzelt, dann in immer größeren Gruppen. „Common Dolphins! – That´s what we are looking for guys“ sagt uns Bootsführer „Spike“. Unser Spannung steigt; wir beobachten die Tiere und folgen ihnen, aber die Gruppen lösen sich immer wieder auf und verschwinden in verschiede Richtungen; von Sardinen leider keine Spur. Enttäuschung? Nein, nicht wirklich. Was wir alleine über Wasser erleben, ist für uns alle fantastisch und die Natur kann man halt nicht planen. Die Stimmung in der Gruppe ist ausgezeichnet, auch wenn wir wieder „trocken“ bleiben.
Ein Albatros bietet ein dankbares Motiv für alle Fotografen, auch er scheint auf sein Futter zu warten. Auf der ständigen Suche kreuzen mehrmals Buckelwale unseren Weg und wir nutzen die Gelegenheit diese Giganten der Meere ein Stück auf ihrer Reise zu begleiten. Ein aufregender Tag geht zu Ende.
Am Abend begrüßen einheimische Trommler mit ihren Instrumenten und traditionellen Rhythmen die neu eingetroffenen Gäste.
Protea Banks
Die Harten tauchen natürlich Protea Banks und werden auch entsprechend belohnt.
Buckelwale auf Scuba, Bullenhaie, Schwarzspitzen und eine Wand von Hammerheads !!! Auf der Nordseite von Protea Banks hatten wir 80-100 Sandtiger und sicher so um die 12 Bullen. Die Sicht oben ist trübe und wenn man so 15m erreicht ist es las taucht man durch die Wolken in den Sonnenschein. Kristallklares Wasser 19C frisch und voller Haie. Genial !!!

5.7. 2015 Sardine Run Tag 7
Taucher.Net
Sonntag, 05.Juli 2015
Der frühe Morgen ist ungemütlich, bei uns würde man sagen ein Herbsttag wie er im Buche steht. Ein schlechtes Vorzeichen? Mitnichten, dieser Tag wird zu einem Highlight sondergleichen!
Als wir uns an der Tauchschule treffen, ist der Himmel komplett zugezogen und die Sonne schimmert nur sehr matt durch die dicke Wolkendecke. Der Einstieg in die draußen hängenden Tauchanzüge bei knappen 16°C ist entsprechend ungemütlich. Wenigstens ist der Wind „nahezu runter“ und die See ruhig, als die Boote ins Wasser gelassen werden. Mit nur 6 Gästen haben wir reichlich Platz um uns mit dem gesamten Equipment und Kameras breit zu machen.
Wir sind noch nicht ganz aus der Brandung heraus gesteuert, als die ersten Delfine auf unser Boot zuschwimmen, um sich von der Bugwelle vorantreiben zu lassen und zu spielen [„Die Scheiss-Viecher sollen Sardinen jagen!“ Zitat Bootsführer :)]. Wir nehmen Kurs Richtung Nord, Unmengen von Tölpeln sind bereits in unmittelbarer Nähe zu sehen und auch die „Common Dolphins“ ziehen schnell in Richtung des Geschehens.
Ehe wir es uns versehen sind wir in Mitten hunderter Vögel und Delphine. Wir machen uns fertig, um mit unserer ABC-Ausrüstung ins Wasser zu springen, doch die Aktionen verlagern sich zu schnell und wir haben Mühe mit dem Boot hinter her zu kommen. Keine Anzeichen eines „Bait Balls“. Wir versuchen unser Glück trotzdem, doch die Sicht reicht nicht aus, um unter Wasser einen Blick auf die Tiere zu erhaschen, die zu schnell an uns vorbei ziehen.
Von unserem Piloten aus dem Gleitschirmflieger erhalten wir einen Funkspruch, der uns auf Aktivitäten weit draußen vor der Küste hinweist. Wir nehmen die Chance war und fahren 90° zur Küste, raus aufs offene Meer. Die Farbe des Wassers wechselt langsam von grün zu blau, ein gutes Anzeichen für bessere Sicht… doch keine Sardinenschwärme. Wir verweilen eine Zeit, warten ab, hoffen darauf, dass etwas passiert und trinken gerade eine heiße Schokolade, als einer der Gäste zwei Buckelwale erblickt…
Unerwartet steigt, wie in Zeitlupe, eines der beiden Meeressäuger aus dem Wasser auf und kracht mit einem donnernden Schlag auf die Wasseroberfläche zurück. Den „Rumms“ spüren wir bis in die Magengegend… Meterhoch spritzt das Wasser! Noch haben wir den Moment nicht ganz realisiert, da folgt schon das zweite Tier und schlägt nach einer eleganten Drehung ebenfalls mit einem gigantischen Platscher ein. Wahnsinn! Wir sind geplättet, das muss man einmal erlebt haben. Der nächste Blick geht dann natürlich auf die Displays der Kameras, wer hat den besten Schuss!? Die Tiere steigen noch ein-, zweimal auf und ziehen dann weiter, wir strahlen uns an, das war der Höhepunkt des Tages. Des Tages? Nein, für mich ein genialer Moment der immer in meinem Gedächtnis bleiben wird! Sardinen, Delfine und Haie sind im Augenblick komplett vergessen…

6.7. 2015 Sardine Run Tag 8
Heute war ein guter Tag. Gute Action überall und sogar ein Bait Ball.
Tölpel im Sturzflug, Unmengen von Delfinen, Buckelwale den ganzen Tag über.
Unser Landcruiser ist Heute kaput gegangen. Die Antriebswelle abgebrochen. Ich become nur die Hälfte der Story erzählt und kann nur annehmen, dass unser kleiner Kyle wieder Mann gegen Maschine gespielt hat. Leider hat er wohl auch gewonnen !!!
Bis das Ding wieder läuft wird wohl so manche Sardine vom Hai gefressen…..
Taucher.Net
Der Morgen begrüßt uns mit leichtem Regen bei starker Bewölkung. Gottseidank ist es weder kalt noch windig. Die Boote sind schnell beladen. Los geht’s!
Viele Delfine sind unterwegs, Schwärme von Basstölpeln kreisen am Himmel. Ein gutes Zeichen? Nein, nicht im Moment. „Die Delfine verweigern wieder ihre Arbeit“, bemerkt einer meiner Kollegen am Boot! Nur wenn sie zusammenarbeiten, die Schwärme umkreisen und dabei durch eine Wand von Luftblasen die Sardinen zusammen treiben, bildet sich ein „Bait Ball“. Und genau darauf hoffen wir doch so sehr. Egal, wir versuchen trotzdem unser Glück. Das Wasser ist nicht kalt, vielleicht 22°C – 23°C, grün schimmernd, Sichtweite unter 10 Meter. Wir schnorcheln los, dorthin wo die Tölpel sprichwörtlich ins Wasser „reinschießen“. Doch bevor wir ankommen hat sich die Jagd bereits verlagert. Wir paddeln in die unterschiedlichsten Richtungen, wobei es nur die wenigsten schaffen, einen Blick auf einen Delfin bei der Jagd zu erhaschen. So schnell wie sie auftauchen, sind sie auch wieder verschwunden – weitgehend unbeeindruckt von der schnorchelnden Meute.

7.7. 2015 Sardine Run Tag 9
Heute war das Wetter zu schlecht um rauszufahren. Wind und Regen machten es unsicher. Beide Boote blieben im „Hafen“ und unsere Gäste wurden mit allerlei Ausflügen unterhalten. Coffee Bay und die Umgebung hat auch wirklich viel zu bieten. Die Landschaft ist traunhaft schön. Man fährt eine Höllenstrasse von Coffee Bay nach Hole in the Wall. Diese Strasse allein ist schon ein Abenteuer. Da habe ich schon so manchen Tropfen Angstschweiss verloren !!!
Der Regen hat wohl am späten Vormittag nachgelassen, aber der Wind pfiff munter weiter. Wir hoffen natürlich, dass dieser Wind wieder eine Ladung Sardinen aus dem Süden nachschiebt….
Taucher.Net
Der Wind hat deutlich aufgefrischt, das Meer ist grau und aufgewühlt, zudem regnet es. Keine Chance für die Jagd nach den Sardinenschwärmen. „Das hat es in 5 Jahren noch nicht gegeben, dass wir gar nicht raus fahren können!“, versichert uns Beulah Mauz, Inhaberin der African Dive Adventures.
Jeder nutzt den Morgen individuell, die einen legen sich noch einmal hin, andere werten die Fotos der letzten Tage aus und wieder andere packen sich warm ein und begeben sich auf einen Strandspaziergang.
Nachmittags klart es etwas auf und wir fahren zum „Hole in the Wall“, um es von der Landseite aus zu bestaunen. Anschließend geht es in ein einheimisches Dorf und wir erhalten einen kleinen Einblick auf das Leben der zum Teil sehr armen Bevölkerung Südafrikas. Wir hinterfragen die traditionell runde Bauweise: Ecken sind wie ein Magnet für böse Geister, deshalb baut man die Rundhütten um keinerlei Versteckmöglichkeit für die Plagen aus dem Jenseits zu bieten.

8.7. 2015 Sardine Run Tag 10
Wieder ein super Tag. Ein Wal ist ein paar Meter vor dem Boot aus dem Wasser gesprungen und hat so gespritzt, dass alle schnell ihre Kameras wegstecken mussten. Das ist ein unvergessliches Erlebnis für alle die dabei waren. WOW.
Später trieb eine Gruppe Bottlenose Delfine einen ganzen Schwarm Sardinen in die Bucht nahe des Hotels und fing an zu fressen. Leider konnten die Gäste nicht ins Wasser weil die Action zu nahe an der Felswand stattfand. Bei dem heutigen Seegang wäre das zu gefährlich gewesen.
Die Gäste haben erlebt was rauhe See bedeutet und haben verstanden warum Gestern die Ausfahrt abgesagt wurde. Trotzdem hatten alle einen unheimlich guten Tag Heute.
Das Wasser ist bis auf 16 Grad abgekühlt. Das ist ein gutes Zeichen für Sardinen Aktivität. Es wird sicher nicht sehr lange so kalt bleiben, aber wir hoffen, diese Temperatur schafft ein bisschen Bewegung.
Unser Pilot musste wieder notlanden. Ein unerwarteter Wind hat ihn in der Luft zurückgeschoben. Er kam nicht voran und konnte gerade noch das Flugzeug am Strand runterbringen ohne, dass etwas passierte. Da kommt halt wieder seine langjährige Erfahrung sehr gelegen…hat ihm sicher das eine oder andere Pflaster gespart !!!
Taucher.Net
Am Morgen ist es recht frisch, aber das Meer hat sich deutlich beruhigt und wir freuen uns wieder rausfahren zu können.
Kurz darauf die ersten Delfine und Tölpel. Wir machen uns zum Schnorcheln fertig. Tauchguide Kyle signalisiert uns „Sicht knapp 2 Meter“, das ist nicht gut, gar nicht gut… Einige versuchen ihr Glück, sehen aber rein gar nichts; wieder einmal ist die Aktion vom Boot aus am besten zu beobachten. Dann sind wir auch schon wieder alleine, Delfine und Tölpel haben uns verlassen. Wir sichten drei Buckelwale und folgen ihnen Richtung offenes Meer. Einige Male versuchen wir vor die Tiere zu kommen um mit ihnen zu schnorcheln, aber die kleine Gruppe ist auf der Durchreise und zieht viel zu schnell an uns vorbei.
Recht unerwartet kommt Starkwind von Süden auf und zwingt unseren Piloten im Ultraleichtflieger zu einer recht hastigen Landung auf einem der Hügel. Jetzt ist es richtig ungemütlich und zum ersten Mal werden wir bei jeder Welle „sauber durchgespült“. Ein junger verspielter Wal beschert uns letzte faszinierende Momente an diesem Tag (siehe Video bei Taucher.Net Link oben).

9.7. 2015 Sardine Run Tag 11
Kein Luftzug heute Morgen – der Wind ist komplett weg, die Luft fühlt sich deutlich wärmer an. Leichter Regen fällt und das Meer hat sich deutlich abgekühlt.
Viele Delfine sind im Wasser unterwegs. Wir hängen uns an eine große Gruppe, die zielstrebig in eine Richtung zu ziehen scheint. Als die Tiere in Bootsnähe sind, ist das Interesse an UNS deutlich größer als nach Sardinen zu jagen. Sie springen neben dem Boot und lassen sich von der Bugwelle voran schieben. Ein tägliches, wohl spielerisches Verhalten. Gelegenheit für uns die Schnorchelausrüstung anzulegen. Bewaffnet mit Fotoapparaten und Actionkameras hüpfen wir ins Wasser und bekommen dabei einige Delfine vor die Linse, die Sicht ist heute nicht optimal.
Wie in den Tagen zuvor ist keine Struktur in den Aktionen der Tiere zu erkennen und Einzelaktionen prägen das Bild; ein Hinweis darauf dass keine Sardinen in der Nähe sind. Wir entdecken einen Wal unmittelbar in der Nähe des Bootes und folgen ihm eine Weile. Immer wieder taucht er links und rechts neben uns auf, als würde er ein Spiel mit uns treiben, dann folgt ein Sprung, keine 20 Meter hinter dem Boot. Ein gewaltiger Moment, von dem wir noch lange schwärmen!

10.7. 2015 Sardine Run Tag 12
Der Himmel ist bedeckt und nur langsam schafft es die Dämmerung etwas Licht zu verbreiten. Das Meer ist ruhig. Was werden wir heute erleben?
Es sind nur wenige Tölpel und einige Delfine unterwegs. Wir warten ab, ob sich etwas entwickelt, das Schwesterboot treibt wenige Meter neben uns im Wasser. Von der Küste kommend, erblicken wir den Ultraleichtflieger. „There is no action at the shore“ funkt uns Pilot Louis zu. Was tun? Skipper Spike nimmt Kurs auf die offene See. Vielleicht tut sich weit draußen etwas Spannendes? Das vor der Küste noch grünliche Wasser wird zu einem tiefen Blau. Die Stimmung ist skurril, dunkle Regenwolken nähern sich, ein Regenbogen malt etwas Farbe an den Himmel.
Unser „Eye in the sky“ meldet sich erneut. „There are many whales coming from the south.“ Sofort nehmen wir Kurs zurück auf die Küste und können die immer und immer wieder springenden Wale beobachten. Einige kommen unmittelbar neben dem Boot hoch, atemberaubende Momente und die Sardinen sind für einen Nachmittag vergessen… Morgen werden wir nicht tauchen, da Gästewechsel ist.

12.7. 2015 Sardine Run Tag 14
Sonntagmorgen, sehr früh… Während die meisten im heimatlichen Deutschland noch schlafen, schieben wir bereits das Boot ins Wasser. Wenig Wind und nur eine kleine Brandung machen es uns leicht, die Flussmündung trotz geringen Wasserstandes zu verlassen.
Es sind neue Gäste an Board und so wird das Anlegen der Rettungswesten bei der Ausfahrt geprobt, denn in den nächsten Tagen soll es wieder deutlich windiger und auch kälter werden. Draußen auf dem Meer sind kaum Tölpel zu sehen und nicht ein Delfin.
Wir folgen einigen Walen, versuchen mit ihnen zu schnorcheln. Einigen gelingt es – aber hektische Bewegungen und die Aufregung bei den neuen Gästen hat ihren Preis und so gibt es den Verlust einer Actionkamera zu beklagen.
Ein frecher Langflügel-Sturmvogel interessiert sich für die im Wasser treibenden Schnorchler. Die Wale sind längst weiter gezogen. Nach einem kurzen sonnigen Abschnitt zieht sich der Himmel wieder zu und Wind kommt auf. Für heute haben wir genug erlebt und wir packen die Kameras in unsere „dry bags“. Die Fahrt zurück wird ungemütlich und sehr nass. Die Stimmung ist trotzdem und vor allem ausgesprochen gut und haben sichtlich Spaß; es ist ein Abenteuer und wir nehmen es wie es kommt.

13.7. 2015 Sardine Run Tag 15
Es ist kühl geworden. Eine dichte, tiefhängende Wolkendecke zieht sich bis zum Horizont. Langsam frischt der Wind auf und bringt die langersehnte Kaltfront. Die wichtigste Voraussetzung für die großen Sardinenschwärme…
Doch insgesamt ist das Wasser ist immer noch zu warm für diese Jahreszeit und leider zu warm für die Sardinen, die normalerweise mit der kühlen Strömung entlang der Küste ziehen. Einige Delfine gesellen sich zu unserem Boot. Wir schnorcheln mit ihnen so lange es geht, erblicken sie aber tatsächlich nur selten, da die Sicht immer noch unter 10 Meter beträgt und sie viel zu schnell an uns vorbei schwimmen.
Unser Ultraleichtflieger meldet uns mehrere Gruppen von Walen, die sich unweit von uns befinden. Dann sind wir auch schon in Sichtweite und sehen einige Tiere aus dem Wasser aufsteigen. Doch jedes Mal wenn wir uns ihnen nähern, stellen sie ihre Aktivitäten ein und tauchen ab. Wir verfolgen noch andere Gruppen, mit bis zu 5 Tieren, doch sie ziehen alle zu schnell an uns vorbei.
Die Wellen haben inzwischen eine Höhe von über 3 Metern erreicht. Wir machen eine Mittagspause und warten auf weitere Meldungen aus der Luft. Ein großer Albatros leistet uns dabei Gesellschaft. „Küstennah sind viele Delfine unterwegs“, bekommen wir durchgefunkt. Wir starten die Motoren. Wir sehen schon aus der Ferne die Basstölpel. Weiße, kreisende Punkte vor dem grauen Horizont, die uns Mut machen, doch das Treiben hat sich bereits aufgelöst, als wir eintreffen und auch die Delfine sind weiter gezogen. Immer mehr klärt es auf und sie Sonne kommt endlich zum Vorschein, aber alle sind bereits durchgefroren und so beenden wir unsere Jagd für heute.

14.7. 2015 Sardine Run Tag 16
Frostige 8°C zeigt das Thermometer. So kalt war es noch an keinem Morgen bisher. Die Luft ist sehr klar und als die Sonne auf geht wird es zum Glück schnell wärmer. Die See ist ruhig, kaum Wind.
Weit draußen sehen wir mehrere Tölpel in größeren Gruppen. Sie kreisen, stürzen sich immer wieder ins Wasser, stetig auf der Jagd nach den Sardinen. Einige Delfine begleiten uns, jagen aber nicht. Die Basstölpel tauchen meist ohne Beute wieder auf. Die Vögel scheinen wahllos ins Wasser zu stürzen – sieht fast aus wie Training. Wir sind aber froh, dass sich wieder was regt, schnorcheln eine Weile mit den Delfinen, erblicken dabei unter uns einen Schwarzhai. Das Wasser ist wie in den Tagen zuvor recht warm; leider.
Dann hat sich das Treiben wieder verzogen, keine Vögel mehr und auch die Delfine sind weiter gezogen. Wale nähern sich uns. Eine Gruppe mit einem Jungtier lassen wir vorbei ziehen, sichtlich gestört von den Motoren des Schlauchbootes, drehen sie ab aufs offene Meer.
Dann nähern sich zwei weitere Tiere. Weit vorher lassen wir uns leise ins Wasser gleiten. Doch die scheuen Tiere bemerken das Schlagen der Wellen gegen das Boot gleichermaßen, wie dass Schlagen unserer Flossen auf die Wasseroberfläche. Sie tauchen ab, unter der Gruppe hindurch, wobei ein Schnorchler tatsächlich ein Tier zu Gesicht bekommt. Keine 30 Meter hinter dem Boot schießen sie parallel aus dem Wasser. Zirkusreif und auch die Bootscrew schaut sich ungläubig an. Mit dem Teleobjektiv bekommen wir gerade einen der beiden Wale eingefangen, wer konnte damit rechnen…

15.7. 2015 Sardine Run Tag 17
Da wir am Vortag die beste Action in den frühen Morgenstunden hatten, beschließen wir heute noch früher als sonst üblich zu starten. Es ist noch dunkel, als wir zu den Booten fahren, erst kurz nach sechs Uhr.
Die um 4 Grad höhere Temperatur macht einen gewaltigen Unterschied. Es ist fast angenehm mild, die See ist ruhig und es geht kaum Wind. Als wir die Bucht verlassen, färbt sich der Horizont langsam dunkel rot, wir trinken erst einmal einen heißen Milo „an Bord“; das ist eine Art Kakao auf Gerstenmalzbasis, angerührt mit Wasser oder Milch.
Eine große Schule Tümmler belohnt uns für das frühe Aufstehen und bewegt sich langsam auf uns zu. Die Tiere scheinen entweder müde von der nächtlichen Jagd zu sein oder einfach noch nicht wach. Kein Springen, kein Spielen, dennoch kommen wir ganz nah ran.
Die Buckelwale sind ein grandioser Anblick… und später bekommnen wir noch unseren Blick auf die Tiere unter Wasser.
Von den Common Dolphins keine Spur, auch keine Vögel. Aber heute ziehen wieder viele Gruppen von Buckelwahlen an der der Coffee Bay vorbei. Weit draußen sehen wir sie immer wieder springen. Wir passen uns ihrem Kurs langsam nähernd an, machen uns schnorchelfertig, dann springen wir ins Wasser. 3 Tiere sollten nun eigentlich direkt vor uns auftauchen, die Sicht ist mit geschätzten 15 Metern hervorragend, doch leider nichts. Wie so große Tiere einfach verschwinden können ist uns ein Rätsel. Nach nur wenigen Momenten ein lautes Schnauben und die Wale tauchen einige Meter weiter, hinter dem Boot wieder auf. Unglaublich. Sie scheinen ein Spiel mit uns zu spielen, gewähren uns keinen Blick unter Wasser. Dann erwischen wir eine größere Gruppe und haben Glück, diese Familie scheint von uns weniger beeindruckt zu sein, zieht an uns vorbei, recht schnell, aber wir bekommen unseren Moment, sehen Buckelwale unter Wasser. Grandios!

16.7. 2015 Sardine Run Tag 18
Vorletzter Tag, eigentlich… doch das Wetter meint es an meinem letzten Tag nicht gut mit mir und die Ausfahrt fällt dem starken Wind und Regen zum Opfer. Ergo, heute der finale Tag am Meer. Wir fahren zur gewohnten Uhrzeit raus, kurz nach sieben. Es ist frisch, das Meer sehr ruhig und die Sonne kämpft sich durch letzte Wolkenfelder.
Wir verharren küstennah, wieder sind die Tümmler unterwegs, aber noch ist keiner in der Gruppe motiviert genug um mit den Tieren zu schnorcheln. Die Wassertemperatur ist deutlich nach unten gegangen. Einige Common Dolphins passieren uns zielstrebig, wir folgen ihnen, nähern uns einer großen Schar Basstölpel, die sich unermüdlich ins Wasser stürzen. Haben wir die Sardinen endlich gefunden?
Die Delfine spielen nicht mit, treiben die Fische nicht zu einem „Bait Ball“ zusammen. Wir sind längst schnorchelfertig, aber die Vögel ziehen einfach weiter und das Geschehen löst sich wieder auf.
Neuer Versuch – wir fahren weit aufs Meer hinaus, das Schwesterboot bleibt küstennah. Wer etwas ausmacht, teilt es per Funk mit.
Ultraleichtflieger-Pilot Louis entdeckt nahe der Küste einige Sousas. Da sich draußen nichts tut und der Wind wieder zunimmt fahren wir zurück, finden die Schule aber nicht. Die Sousas gehören zu der Familie der Delfine, aufgrund ihres buckelartigen Rückens werden sie auch Buckeldelfine genannt. Eine Sichtung in dieser Region wäre ein Highlight gewesen, da die Tiere sonst eher weiter südlich zu finden sind.
Hiermit ist also Ende für mich. In den zwei Wochen keine Sardinen gesehen, keinen echten Tauchgang gemacht. Ein totaler Flop? Nein, im Gegenteil… klar bin auch ich ein kleines bisschen enttäuscht, doch die positiven Eindrücke überwiegen deutlich: Geniale Momente mit Buckelwalen und Delfinen waren jeden, wirklich jeden Aufwand wert. Ich reise mit einem zufriedenen Gefühl und einem Lächeln in mir ab. Der Sardine-Run im Jahr 2016 ist bereits vorgeplant.

17.7. 2015 Sardine Run Tag 19
Absolutes Mistwetter Heute. Es regnet in Strömen und der Wind pfeifft durch alle Ritzen. Definitiv ein Tag zum Ausschlafen. Die Crew beschliesst ohne zu zögern, dass Heute kein Boot ausläuft. Unmöglich.
Beulah kommt in Action und organisiert Tours und Trips für die Gäste. Besonders als dann am Nachmittag wieder die Sonne scheint hat jeder Lust auf ein kleines Landabenteuer. Manche fahren die Höllenstrasse zum Hole in the Wall, andere machen einen Besuch beim Sangoma, dem Witchdoctor. Wieder Andere nehmen sich eine warme Decke, ein gutes Buch und hauen sich in die Sonne.

18.7. 2015 Sardine Run Tag 20
Und so ist es immer….kaum ist der Filmprofi abgereist erwacht das Meer. Super Action den ganzen Tag. Sardinen ohne Ende , wie Beulah berichtet, Bait Balls überall, allerdings in kleinerer Form. Delfine machen ihre Arbeit und die Taucher erleben den Sardine Run wie sie es sich vorgestellt haben. Von Walen und Tölpeln braucht man an dieser Stelle nichts mehr erzählen, die sind sowiso immer dabei.
Der Pilot meldet Haie die Sardinen jagen und das Boot setzt sofort drauf an. Black Tips, Bronze Whalers, Duskies und Zambezis. Alle sind am Live-Buffet dabei.
Unsere Gruppe aus Singapur ist total begeistert, und so ist auch die Crew.
Schon bei Sonnenaufgang ist das Boot im Wasser, dieser Super-Tag muss voll genützt werden.
Abends im Hotel ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Man kann kaum sein eigenes Wort hören. Stories und Bilder des Tages werden ausgetauscht. Man sieht nur strahlende Gesichter….und kurz nach 20h00 Uhr herrscht absolute Ruhe im Hotel…..

19.7. 2015 Sardine Run Tag 21
Auch Heute geht es wieder in aller Frühe los. Das Boot wird in den Fluss gelassen und zur Mündung vorgeschoben. Sobald wir im tiefen Wasser angelangt sind springen alle Gäste auf. Irene hat sogar eine Strickleiter aus Indonesien mitgebracht. Ich musste erstmal richtig lachen als ich die Leiter sah. Ich darf sie nach dem Sardine Run behalten und im Shop an die Wand hängen !!!
Als wir das offene Meer erreichen meldet das Flugzeug starke Sardine Aktivität nicht weit entfernt. Das Boot steuert geradeaus drauf zu und lässt die Taucher ins Wasser. Wie Gestern, viele kleine Sardinen Gruppen werden von Haien und Delfinen zusammengetrieben. Sobald sie eine Gruppe abgetrennt haben werden sie verspeist.
Wieder ein exzellenter Tag Heute mit einem Wal der direkt vor dem Boot aus dem Wasser springt, zahllose Haie, tauchende Tölpel und unzählige Sardinen.
Ach wäre doch nur der Andreas Schumacher noch ein paar Tage länger geblieben !!!!! Leider musste er sofort zu seinem nächsten Projekt auf die Balearen. Aber , wie er sagt, wird er 2016 auf jeden Fall wieder dabei sein.

20.7. 2015 Sardine Run Tag 22
Super Wetter Heute und wieder volle Action. Unsere Gäste schwächeln ein bisschen und woollen Heute lieber eine Stunde nach Sonnenaufgang fahren. Kein Problem, wir machen ein langes, gutes Frühstück.
Schon von der Terasse des Restaurants aus können wir sehen, dass Heute was läuft. Ueberall tauchen die Tölpel und selbst direkt vor dem Hotel sehen wir Delfine am Arbeiten.
Das Meer ist spiegelglatt, der Himmel wolkenlos. Ein Bilderbuch Tag.
Das Flugzeug meldet Aktivität überall. Wir können es uns aussuchen.
Die Sardinen sind unendlich, aber sie sind am Rasen. Scheinbar können die Delfine so nicht arbeiten…??? Sie wollen einfach keinen Bait Ball machen, die kleinen Stinker. Na gut, macht auch nichts. Trotzdem schnorcheln wir mitten in den Sardinen, sehen wie die Tölpel direkt um uns herum aus etwa 20m ins Wasser stürzen um sich eine alte Sardine zu schnappen. Haie überall, Wale kommen zur Oberfläche wie Popkorn…..
Ein Supertag !!!

21.7. 2015 Sardine Run Tag 23
Heute ist der letzte Tag und wir setzen alles dran um einen glorreichen Abschluss zu machen. Das Wetter ist zwar noch sonnig, aber es sieht nach Regen aus. Zum Glück kein Wind. Die Meeresbewohner haben sich wieder beruhigt. Vereinzelt sieht man Gruppen von Tölpeln auf dem Meer treiben. Sie sind sicher bis oben voll gefressen von den letzten drei Tagen. Wir wollen sie beim Verdauen auch nicht stören und machen einen weiten Bogen um sie herum. Hier und da ziehen Wale gen Norden. Auch unser Pilot, der etwas später erst aufsteigt meldet Heute nicht viel Interessantes.
Scheinbar wissen alle, dass wir Heute fertig machen….
Unsere Singapurianer sind wunschlos glücklich. Nach dem Mittagessen auf dem Boot fahren wir langsam zur Flussmündung Mapusi zurück und beachen das Boot ein letztesmal.
Danach heißt es abwaschen und packen den Morgen fahren wir alle wieder nach Hause.

22.7. 2015 Sardine Run Ende
Das Wetter ist so dermassen schlecht, dass wir nicht nach Hause fahren können. Es regnet in Strömen, der Bach in Coffee Bay ist ein reissendes Gewässer was man nicht überqueeren kann. Die Sicht auf der Strasse ist kaum 50m und wir entscheiden , lieber noch einen Tag im Hotel zu bleiben anstatt Mann und Maschine zu riskieren.
Die Hotelbesiter und Angestellten freuen sich den auch dort ist es jetzt wieder ruhig geworden. Nach fast 4 Wochen hat man sich sehr aneinander gewöhnt. Die Leute vom Ocean View Hotel sind ganz speziell liebe Leute, vom Besitzer bis zum Tellerwäscher. Wir werden einander sehr vermissen.
Nur noch 342 Tage zum Sardine Run 2016 !!!!!
Andreas Schumacher und Herbert Gfrörer
Herbert Gfrörer vom Taucher.Net hat uns empfohlen, Andy Schumacher zu unserem diesjährigen Sardine Run einzuladen. Andy ist ein exzellenter Filmemacher der Beulah während seiner Zeit bei uns täglich mit den neuesten Video Clips und Photos belieferte. Es ist sehr wichtig für uns, dass die täglichen Erlebnisse gut dokumentiert sind. Daher hat Herbert sich bereit erklärt, auf Dive Inside für uns einen Blog zu machen. Herbert hat die Infos von Andreas in gute Texte verfasst.
Für diese Arbeit sind wir den beiden aufrichtig dankbar.
Sardine Run 2015 Zusammenfassung und Kommentar
Der Sardine Run began dieses Jahr schon Anfang Juni als wir unerwartet eine ordentliche Schule Sardinen hier in Margate hatten. Die Fischer haben genettet und das Fieber hat begonnen. Alle meinten, dies sei ein gutes Zeichen fuer einen ausserordentlichen Sardine Run.
Danach wurde es aber wieder ruhiger was uns sehr recht war, den unser Programm began erst am 29.6. mit der ersten Ausfahrt.
Die ersten 4/5/ Tage waren auch super gut. Wir hatten Bait Balls und Action ohne Ende. Traumhafte Bilder und Videos sind entstanden. Die Leute die dabei waren hatten richtig Glueck !!
Danach wurde die Aktivitaet etwas langsamer und konzentrierte sich hauptsaechlich auf Wale und Delfine. Auch Toelpel und Haie waren sehr oft zu sehen, aber eben keine Bait Balls.
Und so ist der Sardine Run.
Aufgrund ruecksichtsloser Ueberfischung dieser Tiere ist das natuerliche Gleichgewicht gestoert. Die Sardinen sind gestresst und der natuerliche Instinkt der ihnen sagt wann sie um ihr Leben rennen muessen um ihre Eier loszuwerden ist gestoert.
Aus diesem Grunde sehen wir heutzutage keine Main Shoal von Sardinen mehr sondern nur noch Pilot Shoals. Das heist, frueher, als die Welt noch besser funktionierte hatten wir kilometerlange, hundert Meter breite und 15m dicke Sardinen Schwaerme die die Kueste entlang hochkamen. Heute gibt es Abbrueche davon, Grueppchen – mal kleiner , mal grosser – die es garade noch entlang der Wild Coast schaffen bevor sie verzehrt sind.
Aus diesem Grund ist Heute der Sardine Run nicht mehr hauptsaechlich ein Schauspiel auf die Sardinen konzentriert, sondern es handelt sich um Ocean Action schlechthin.
Sardine Run = Ocean Action
Zur Ocean Action gehoert das unglaubliche Erlebnis hautnah mit einem 40 Tonnen Buckelwal im Wasser zu sein. Ein Wal springt nur wenige Meter vor dem Boot aus dem Wasser und spritzt die ganzen Leute nass. Wo gibt es sowas ??!!
Ebenso ein unvergessliches Erlebnis ist es wenn man mitten in einer Riesenschule Delfine schwimmt. Wow. Was gibt man dafuer wenn man nur mal einen Delfin im Leben so nah sehen kann…
Wie ist es wenn man einem Schwarm Toelpel beim Sturzflug zuschaut ? Und dies so nahe an den Leuten geschieht, dass sie das Tier mitsamt dem Luftblasen Schweif fotografieren koennen.
Wenn soviele Haie im Wasser sind, dass man sie nicht mehr zaehlen kann…
Und natuerlich der ultimative Bait Ball ist halt unschlagbar und bereichert einen fuers Leben.
All das gehoert zum Sardine Run dazu, und all das wurde auch dieses Jahr wieder erlebt.
Abenteuer Sardine Run
Das Boot ins Wasser zu schieben, durch eine Flussmuendung ein- und auszulaufen, die Fahrt ueber Stock und Stein fast, senkrechte Strassen…
Das fruehe Aufstehen morgens um 6h30
Die beissende Kaelte wenn man nach Mapusi kommt
Die Hoffnung und die Ungewissheit wie der heutige Tag verlaufen wird
Und endlich die Rueckkehr un die geschuetzte Muendung des Flusses, das warme Bett und der gepflegte Wein , abends beim Erzaehlen und Bilder vergleichen.
All das ist Abenteuer Sardine Run

Ein Mail von Anja Meuter die dabei war und keine Sardine gesehen hat :
Hallo Roland, hallo Beulah,
schön, dass ihr euch wohlbehalten wiedergefunden habt … ;-))
Vielen lieben Dank für euer Angebot. Ich finde das super und ich möchte gern darauf zurückkommen. Denn ich möchte auf jeden Fall noch ein paar Baits und Action sehen … und auch einfach wiederkommen. Und euer Angebot macht die Entscheidung einfach leichter!
Auch wenn wir nicht ganz das gesehen haben, was wir wollten, haben mir die Tage bei und mit euch super gefallen.
Sowohl das Tauchen mit dir, Roland, und mit Karen in Protea – und da hätten wir ruhig noch 1-2 Tage dranhängen sollen und natürlich auch die Tage in Coffee Bay mit dir, Beulah, und eurer tollen Crew sind fest und sehr sehr positiv abgespeichert. V.a. die Ausfahrten mit den Seebären Spike (was für ein Bootsführer) und Reon waren super – aber auch die Art wie v.a. Kyle mit den Menschen (Gästen wie Einheimischen) umgeht, macht warm ums Herz!
Ich habe mich recht schwer getan, hier wieder in den Agenturalltag einzusteigen und bin im Kopf hier und da noch in Südafrika und könnte direkt wieder fahren …
Vielen Dank für die persönliche und echte Ansprache – für klare Worte und ein gutes Gefühl. Ich komme gern wieder! Ich stimme mich mit Uwe ab, ob er vielleicht schon im nächsten Jahr wieder mitkommen kann und mag und ansonsten muss ich mal planen, ob ich allein komme oder noch jemanden überzeugen kann.
Wenn eure Terminplanungen für das nächste Jahr stehen, könnt ihr mir ja Bescheid geben … Wir sehen uns sicher auf der BOOT 2016 und spätestens dann könnten wir ja die letzten Fragen oder Termine klären.
Ich freu mich auf das Wiedersehen.
Gute Zeit und passt gut auf euch auf.
Liebe Grüße nach Südafrika

Anja
Fazit
Der Sardine Run ist und bleibt ein Naturereignis das man unbedingt erlebt haben sollte. Man muss ein bisschen Glueck dabei haben und man muss die Natur verstehen und so akzeptieren wie es kommt. Wer die richtige Einstellung hat kommt voll auf seine Kosten.
Ich empfehle, eine Kombination Sardine Run / Protea Banks zu erwaegen den auch dieses Jahr war Protea Banks wieder sagenhaft gut.
Protea Banks liefert halt immer !!!