2014-04

27.4. 2014
Wir gehen ins Konzert am Sonntag, wird mir gesagt. Okay, ins Konzert halt. Viel lieber mach ich am Sonntag ein Mittagschlaefchen…..aber wenn man älter wird muss man halt ab und zu auch mal der Kultur den einen oder anderen Tag opfern. Shit. Ins Konzert !!! Uuuaaahhh. Wo gibt es denn ein Konzert in unserer Nähe ? Sicher nur in Durban ? Mmmmmhhh. Um 14h00 Uhr müssen wir dort sein. Aber wo ???
ROCK BOTTOM heisst die Bar !!! Yeah, yeah, yeah
Hier tanzt der Baer. Der absolute Hammer !! Was ist besser als live Musik !!! Mein Kummer Davie ist der Beste an der Lead Gitarre, er spielt wie ein Engel. Und die beste Musik macht der älteste Musiker, etwa 68. Der Junge hat voll Dampf drauf.
Ich liebe Kultur !!! ROCK AND ROLL….YIPPIE
Bin ich froh, dass ich zu der Generation gehöre die die beste Musik hat………

27.4. 2014
Gestern war das Wetter perfekt, Heute ist wieder Sturm angesagt….so geht das dauernd.
Das Tauchen war ganz okay. Gute Sicht mit 20m + , die Strömung hat sich wieder normalisiert von heftigen 3 Knoten auf lockere 1.5 Knoten. Wasser ist immer noch angenehm warm mit 25C. Wir machten zwei Tauchgänge an den Höhlen der Nordseite wo wir drei Sandtiger hatten. Zwei angeköderte Tauchgänge hatten zwei Zambezis und drei Schwarzspitzen Haie jeder. Das war ganz gut, denn bisher hatten wir keinen einzigen Zambezi diesen Monat gesehen. Die Hoffnung wächst, dass es wieder besser wird. Mit der Tigerhai Saison war es auch nicht berühmt. Normalerweise ist der April der absolut beste Monat im Jahr, aber dieses Jahr war halt alles anders….

22.4. 2014
Flaute im Moment. Tauchen war die letzten Tage recht wild. Sicht kaum 10m, Strömung super stark,Wassertemp liegt bei 25C. Wir haben drei frühe Sandtiger an der Nordseite von Protea Banks. Natürlich freuen wir uns darüber, aber das Tauchen in dieser Strömung ist schon extrem. Beim Anködern sehen wir wohl den einen oder anderen Tiger meist nur ganz kurz. Auch die Schwarzspitzen Haie wollen nicht alzulange am Köder bleiben. Ganz ungewöhnlich.
Daher machen wir Heute erstmal Pause. Das Meer muss mal wieder so richtig durchgerührt werden. Dafür brauchen wir einen starken Südwester Wind.
Habe ich Pause geschrieben oben ? Wohl,alles andere als Pause…. Sobald ich mal einen Tag nicht tauche geht plötzlich alles kaputt. Auto, Wohnung, Bohrmaschine, selbst das Wetter…….
Mozambique 2014

3.4. 2014 Erster Tag
Wir sind in Mozambique.
Die Fahrt war wie immer gut, endlos und problemlos. Wir fuhren am Donnerstag um 5:30 zu Hause los. Über Durban, die ganze Nord-Ost Küste von Südafrika entlang bis es kurz vor Pongola nach Swaziland abgeht. Es war ein besonders heisser Tag, wir schätzten so um die 35C oder mehr. Wo wir hinkamen haben die Einheimischen gestöhnt.
Und weiter ging es durch Swaziland nach Mozambique. An der Grenze bekam ich anstandslos mein Visum und mit vier Dosen Cola sparten wir uns die Grenzkontrolle des Autos.
War auch besser so….
Dann ging es gemütlich den Berg ab nach Maputo. Dort herrschte wie immer totales Chaos. Und wie !!! Wir brauchten mehr als zwei Stunden um an dieser Stadt vorbeizukommen. Staub, Abgase, Hitze , Autos und Leute. Endlos. Man musste voll konzentriert seid um seinen Platz im Verkehr zu behalten. Einmal habe ich die rote Ampel nicht gesehen und fand mich mitten in der Kreuzung. Autos kamen von allen Seiten und ich hoppste über eine Fahrbahn nach der anderen. Das war total lässig und keiner hat gemeckert. Das ist Mozambique.
Woanders rief Einer aus dem Auto neben uns : “ Willkommen in Mozambique, habt ihr schon so ein Chaos erlebt ? “ und wir lachten zusammen. “ We love your country „, rief ich zurück.
Als wir kurz vor dem Ende der Stadt ankamen wurde es dann dunkel. Das Fahren wurde richtig schwierig. Lichter von überall und manche Autos fuhren ganz ohne Licht. Die Strasse wurde wieder schmal, der Fahrbahnrand sowieso unbefestigt, Schlaglöcher so gross wie Badewannen…
Junge, Junge, das macht Durst !!
Um 19:00 kamen wir bei Liz und Paul vom Blue Anchor Inn an. Wir kennen die beiden seit den 90er Jahren als sie noch die Besitzer von Casa Lisa waren. Paul hat das kälteste Bier in Mozambique und Liz sorgt für ein zünftiges Abendessen. Die beiden Rottweiler passen auf, dass nichts vom Tisch fällt…..
Man schläft ganz besonders gut nach dieser Fahrt.

4.4. 2014 Zweiter Tag
Nach einer guten Nacht auf der Gästefarm und einem herzhaften Frühstück geht die Fahrt weiter nach Barra.
Man hört viele schlechte Nachrichten über Mozambique. 
-Die Polizisten am Strassenrand nehmen einem nur das Geld aus dem Sack. 
-Korruption und Schmiergelder ohne Ende.
-Die alten Bürgerkriegs Rivalen haben wieder zu kämpfen begonnen
-Die mangelnde Infrastruktur des Landes zerfällt. Etc.
Glücklicherweise sehen und spüren wir gar nichts von all den Gerüchten. Nicht ein einzigesmal werden wir angehalten. Wir halten uns natürlich streng an die Geschwindigkeits Begrenzung überall, auch wenn es manchmal schwer fällt. Wir passieren sicher zehn oder mehr Polizei- und Radar Kontrollen. Wir winken den Polizisten zu und bekommen einen Gruß zurück.
Die Bürgerkriegs Rivalen Renamo und Frelimo hatten sich wohl in letzter Zeit gestritten, sitzen aber jetzt wieder am runden Tisch und sortieren ihre Differenzen friedlich aus.
Nichts zerfällt auf der Strecke die wir fahren. Im Gegenteil, wir haben noch nie soviel Instandhaltungs Arbeit entlang der Strasse gesehen wie diesesmal.
Die Fahrt ist lang und ermüdend, aber es geht voran. Gegen 15:30 kommen wir an der Barra Lodge an und müssen erstmal den Staub aus der Kehle spülen.
Beulah und ich haben ja noch ein paar Tage Urlaub bis unsere Gäste ankommen. Wir haben uns ein Beach Cabana gebucht, ein Chalet direkt im Sand. Vom Feinsten, mit Klimaanlage, Riesen-Bett, Super-Bad, Kühlschrank für meine Hefeweizen Bier. Die Lage ist atemberaubend…
Als wir eine Kleinigkeit zum Essen bestellen kommt auch schon die Gruppe Freytag an. Die vier waren kürzlich bei uns an Protea Banks und haben mittlerweile um die fünf, sechs Tage hier in Barra verbracht. Das Tauchen war wohl nicht weltbewegend, Sichtweiten oft unter zehn Metern, keine Walhaie und keine Mantas.
Das ist für uns gar nicht so schlimm denn wir wollen, daß alles erst nächste Woche kommt wenn wir ab Mittwoch hier tauchen.
Abendessen im Restaurant ist wie immer unschlagbar. Garnelen, natürlich. Das ist Mozambique…..und Dois M.

5.4. 2014 Dritter Tag
Super gut geschlafen, seit langer Zeit mal wieder später als fünf Uhr aufgestanden. Das Wetter Heute ist faul…Wolken, Regen, nur ab und zu kommt die Sonne kurz durch. Perfekt für ein faules Wochenende mit viel Schlafen.
Die Angestellten von Barra Lodge freuen sich uns wiederzusehen. Viele der Einheimischen kennen wir seit über sechzehn Jahren. Wir fühlen uns wie zu Hause hier.
Jochen Freytag geht als Einziger tauchen, es ist sein letzter Tag Heute. Wir treffen ihn als er zurück kommt und er meldet bessere Sicht – ca. 15m und kaum noch Stöhmung. Sie sahen sogar einen Manta an der Oberfläche. 
Im Tauch Zentrum ist alles eher ruhig. Donovan, Bambo, Pretty, alle sind noch hier. Der Deal mit Bambo steht : für jeden Walhai den er für uns als Bootsmann findet bekommt er  ZAR 1000 von uns. Je früher diese Leute sehen, dass diese wunderbaren Tiere lebend viel mehr wert sind als tot, desto besser. Es ist mir wichtig, dass auch der einfache Mann der Boot fährt einen direkten, heftigen Vorteil aus dem lebenden Tier hat. Geld im Sack zählt direkt. Hoffentlich klappt es. Wir werden sehen….
Auf jeden Fall ist Bambo total excited

6.4. 2014 Vierter Tag
Aufgewacht zu schönstem Sommerwetter. Wir gehen gemütlich frühstücken und machen anschliessend einen kleinen Fotospaziergang. Ich musste noch zwei Stunden arbeiten um meine Sardine Run Buchungen auszusortieren. Danach gehen wir an den Strand wie es sich gehört. Dieser Strand hier ist doch immer wieder faszinierend. Er ist endlos…und das Meer ist warm und glasklar.
Nach dem Baden gehen wir kurz bei dem ehemaligen Resort Barra Reef vorbei um zu sehen was dort noch übrig ist. Wir finden nur noch Schutt und Asche vor. Was für eine schreckliche Geschichte doch dieser verfluchte Ort hat !!! Furchtbar traurig… man könnte einen Film über Barra Reef drehen, und wir hatten auch eine kleine Rolle gespielt als die Dinge noch besser waren. Eines Tages erzähle ich mal die traurige Geschichte von Barra Reef….
Danach munterten wir uns wieder auf beim Mittagessen nebenan und später ging es in unser super schönes Beach Cabana zum Mittagsschlaf.
Jetzt ist es dunkel und die alten Mosquitos sind nur noch am rumschwirren. hoffentlich ist der alte Malaria Träger in einem anderen Zimmer…
Das Abenteuer beginnt
Und dann kommt die sms von Michael Supp, dem Leiter unserer Gruppe die wir am Dienstag hier treffen. Es gab wohl ein Problem denn sie haben festgestellt, dass die Auto Papiere für die Grenzüberschreitung nicht komplett waren. Man braucht nämlich dafür mindestens eine Kopie des Fahrzeugbriefes. Ei ei ei ei. Hoffentlich klappt das alles denn die müssen Morgen spätestens in Mozambique einreisen…..???

7.4. 2014 Fuenfter Tag
Auch Heute wachen wir wieder auf zu einem perfekten Strandtag. Kaum eine Wolke ist zu sehen, aber der Wind bläst doch ein bisschen stark. Der soll sich scheinbar bis Mittwoch wieder beruhigen.
Nach dem Frühstück lesen wir auf unserer Veranda und später gehen wir ein bisschen in die Sonne liegen. Wir fragen uns ob wohl Supp und seine Leute alle Papiere zusammenhaben jetzt wenn wir ein sms von Günter bekommen der alles mal wieder heldenhaft geregelt hat.
Dann kommt ein sms von Karen. Unser junger Kyle hat eine Dalle in das Auto eines Tauchers gefahren…Nach stundenlangem Rumtelefonieren und sms-en haben wir schliesslich eine Kompromiss-Lösung getroffen. Der Dumme bin natürlich Ich !!!
Und ganz am Ende des Tages kommt wieder ein sms, zwei andere aus der Mozambique Gruppe stecken in einer Strassensperre in Südafrika.
Zu dieser Zeit sollten sie auch schon längst in Mozambique sein !!!
Na dann mal prost !!! Jetzt trink ich erst mal ein Paulaner Hefeweizen Naturtrüb …

8.4. 2014 Sechster Tag
Wetter nicht mehr so perfekt Heute. Der Himmel ist eher wolkig, nur ab und zu kommt die Sonne durch. Der Wind bläst permanent seine 15 Knoten. Weisse Pferde sind auf dem Meer zu sehen.
Gegen 14h00 kommt der erste Trupp an. Supp und Co habens geschafft. Natürlich wird die Ankunft gleich gefeiert. Und kurz darauf kommen auch die beiden Nachzügler an. Alle Schaeflein sind jetzt im Trockenen !!! Man stöhnt ein bisschen wegen den Strapazen auf der Strecke, aber alle sind sich einig, dass man durch diese Fahrerei doch einen guten Einblick in das Leben und das Land Mozambique bekommt.
Barra Lodge ist ein Paradies. Idylle zwischen Cocos Palmen und Strand.
Morgen wird getaucht. Ich kann nur hoffen, dass das Tauchen gut wird….

9.4. 2014 Siebter Tag
Heute ist richtiges Mistwetter. Regen und Wind, die See ist rauh. Wir versuchen, zu Giant’s Castle um die Landzunge herumzukommen, aber wir haben keine Ahnung wie rauh das Meer an der Wetterseite sein wird. Wenn es zu gefährlich sein sollte drehen wir um und bleiben auf der geschützten Seite.
Das Boot wird ins Wasser gelassen und gerade als wir alle aufgesprungen waren kommt ein grosser Strandbrecher. Willkommen in Mozambique !!!
Wir schaffen es locker am Leuchtturm vorbei. Das Meer ist gar nicht so schlimm wie es zuerst aussah. Als wir bei Giant’s Castle ankommen ist das Wasser blau. Das war meine größte Sorge. 20m Sicht und 27C Wassertemperatur begrüßen uns zum ‚Checkdive‘.
Danach schnell zurück zur Basis damit wir das Frühstück nicht verpassen denn jetzt haben wir alle einen Bärenhunger.
Um 12:00 treffen wir uns zum zweiten Tauchgang. Diesmal ist Office angesagt. Zehn Kilometer hinaus in diese holprige See….Office ist immer ein Top Tauchgang. Wir sehen eine große Netzmuräne und unzählige andere Riffische. Man wird von der Dünung wie in einer grossen Wiege hin und hergeschaukelt. Beim Aufstieg kommen plötzlich noch ganz unerwartet 8 Mobulas….mehr als zufrieden mit dem ersten Tauchtag !!

10.4.2014 Achter Tag
Dieser Teil der Reise hätte eigentlich so wie ein Urlaub auf dem Ponyhof sein sollen.
Glattes, blaues, klares Wasser, kein Wind, keine Wolke usw.
Stattdessen kommt dieser Teil der Reise eher einer Expedition gleich !!!
Gnadenlose Winde, fliegende Wolken, sporadische Regengüsse und Wellen bis zu fünf Metern Höhe. Die Ausfahrten sind abenteuerlich und ab und zu bricht eine Welle schweren Wassers ins Boot. Es ist ein Akt bis wir am Tauchplatz ankommen.
Sobald wir uns dann ins Wasser fallen lassen ist alles wieder gut.
Sichtweite von 25m und 27C macht schon Spass. Reggies war der erste Tauchplatz Heute mit Zackenbarschen, unendlich vielen Riff Fischen , ein Weiss Spitzen Hai und am Schluss wieder die acht Mobulas von Gestern. Diesmal sogar kreisten sie unter uns herum gute 10 Minuten lang. Danach gehts wieder durch die Wellen nach Hause. Es ist ein Abenteuer, ohne Zweifel.
Frühstück und zwei Stunden Pause und dann geht es wieder los. Die Baumaschine schiebt das Boot in die Brandung und der Spass beginnt.
Giant’s Castle beim zweiten Tauchgang. Die Sicht ist um die 12m, dafür sind wir aber länger am Riff. Nach dem Tauchen geht es zu Dino’s Bar nach Tofo. Anschliessend Abendessen in der Barra Lodge. So ein Tag zieht und schon die Energie aus.
Zum Abschluss kommt dann noch die Norbert Muxsche Weisheit :
“ Wenn das Leben dir Zitronen gibt mach Limonade draus…..“

11.4. 2014 Neunter Tag
Also es war so : Nach dem gestrigen Tag mussten wir erstmal in Dino’s Bar wie berichtet. Alexandra, die in dieser Sache schon ziemlich Erfahrung hat, hat beschlossen dem alten Neptun ein Opfer darzubringen. Sowas würde aif jeden Fall das Meer beruhigen und entsprechenden Lohn bringen, hieß es. So spazierte sie und Supp runter an den Strand und braucht ihr Opfer. Leider schmiss sie es in den Wind und ein Teil blieb an Supp hängen…also wir waren nicht so überzeugt vom Gelingen.
Aber Heute Morgen warü der Wind tatsächlich wesentlich schwächer, das Meer nur noch halb so rauh und die Sonne schien auch zwischen den Wolken durch. Hut ab, Alexandra !!!
Erster Tauchgang Amazon, 16 km aufs Meer hinaus. Amazon ist immer ein netter Tauchgang. Wie ein Schmuckkasten kann man all die Ecken und Höhlen des Riffs bezeichnen. Zwei Weisspitzen Haie, zahllose Netzmuränen, eine Schildkröte, Stachelrochen etc. Sicht war ein bisschen weniger als Gestern bei ungefähr 15m.
Sweet.
Frühstück und zweiter Tauchgang an Sherwood. Auch ein Super Riff mit tollen Auswüchsen, grünen Korallenbäumen, Schildkröte usw.
Und am Schluß kam er doch noch. Der Manta !!! Und alle haben ihn deutlich sehen können. Endlich ein Manta !!!
Alexandra, vielleicht hast du doch was Besonderes an dir …..

12.4. 2014 Zehnter Tag
Heute ist unser letzter Tag in Barra. Es tut uns richtig leid, dass die Zeit schon wieder vorbei ist. Wir wollten 24km zum Manta Riff fahren, dort tauchen und auf dem Heimweg bei Tofinho noch nach Walhaien schauen. Das war der Plan. Als wir aber um den Leuchtturm herum kamen war die See doch noch rauher als erwartet. Der Plan wurde geändert, dass wir nicht bis Manta Riff runterfahren sondern nur bis Tofinho. Bis wir dort waren waren aber einige unserer Gäste schon ordentlich durchgerüttelt und hatten keine grosse Lust noch lange nach Walhaien zu suchen. Wir fuhren dann erfolglos zurück zu Sherwood Forrest und tauchten dort.
Wir haben es wenigstens ein bisschen probiert….
Zweiter und letzter Tauchgang nochmal Office. Hat allen gut gefallen.
Morgen früh um 5 Uhr ist Abfahrt. Wir fahren bis zum Hlane Tier Park in Swaziland durch.

13.4. 2014 Elfter Tag
Um Punkt fünf Uhr morgens treffen wir uns zur Abfahrt. Wir haben lange 700 km vor uns mit Stop und Go in jeder Ortschaft. Jedes Auto bekommt ein Funkgerät damit wir im Kontakt sind. Eine schöne Spielerei,aber auch ein wichtiges Werkzeug.
Die Fahrt verläuft ruhig und problemlos, wenig Verkehr, wenig Chaos am Sonntag.
Kurz vor 16:00 kommen wir in Swaziland im Hlane Tierpark an.
Wie immer , Hlane ist eine Oase der Ruhe. Am Wasserloch sind 3 Nashoerner und unter Wasser 3 Nilpferde. Das reicht uns fuer den ersten Tag. Wir sitzen gemütlich auf der Veranda bei eiskaltem Bier und lassen die Sonne langsam untergehen….

14.4. 2014 Zwölfter Tag
Beulah und ich müssen nach Hause und müssen unsere Reise vorzeitig beenden. Zu Hause ist viel los, arme Karen kommt kaum noch durch und braucht dringend Hilfe. Wir fahren nach dem Frühstück los und kommen gegen 18:00 in Margate an. Die Fahrt ist schon endlos, aber so ist Afrika.
Wir hörn von unserer Gruppe, dass der Tag in Hlane absolut super gut wurde. Alle gingen auf Tierfahrten und erlebten die afrikanischen Landtiere. Ein junger Elefant wollte wohl seine Staerke zeigen und rannte auf das Safari Auto zu mit abgestellten Ohren. Am Ende hatte er seinen Rüssel an der Stosstange des Autos. Der Fahrer hielt die Luft an….
Später kam ein Löwe über den Weg der sich auch das Auto aus nächster Nähe anschauen wollte. Wieder so ein Adrenalin Moment für alle.

15.4. 2014 Dreizehnter Tag
Wir haben praktisch einen Tag um alles auf Vordermann zu bringen. Heute ist der Hafen in Shelly Beach geschlossen wegen zu viel Wind. Das spart uns wichtige Zeit. Taucher Villa und Strandapartment muessen fertig beziehbar sein wenn die Mozambique Gruppe ankommt.
Das Wetter ist furchtbar. Wind und Regen und kalt ist es auch geworden.

16.4. 2014 Vierzehnter Tag
Das Wetter ist hauptsaechlich regnerisch. Ab und zu hoert der Niederschlag mal auf. Wir treffen uns wie immer um 7 Uhr morgens in Shelly Beach am Hafen.
Heute machen wir erstmal zwei normale Tauchgaenge an Protea Banks. Mit den angekoederten Tauchgaengen warten wir bis die Sonne wieder scheint damit wir besseres Licht haben.
Erster Tauchgang an der Suedseite von Protea Banks. Dort ist es immer am Einfachsten, besonders wenn man sich eingewoehnen muss. Wir haben etwa 20m Sicht, vielleicht ein bisschen truebe, aber es geht ganz gut. Die Wassertemperatur betraegt 24C oben und 22C unten bei 30m Tiefe. Die Stroehmung zieht ganz ordentlich mit etwa 2kn, d.h. flotte Gehgeschwindigkeit. Eine Zeitlang kommt nichts vorbei, aber dann sehen wir zwei Hammerheads. Kaum zu glauben um diese Jahreszeit. Spaeter sehen wir drei Gitarrenhaie und sonst sehr viele Stachelrochen, Jacks, Tunas etc. Alle sind zufrieden und wir fahren zurueck zur Basis. Eine Stunde spaeter gehts weiter zur zweiten Tauchausfahrt. Diesesmal an die Nordseite von Protea Banks. Wegen der starken Stroehmung wollen wir nicht an den Hoehlen anhalten sondern machen einen Driftdive. Zwei Schwarzspitzen Haie waren zu sehen.
Am Abend gehen wir ins Muenchner Haus zum Harald und essen ihm seinen gesamten Vorrat an Filet Steaks weg.
Harald freut sich sehr !!!!!

17.4. 2014 Fünfzehnter Tag
Heute scheint die Sonne wie vorhergesagt und das Meer hat sich beruhigt.
Der erste Tauchgang geht wieder zur Südseite von Protea Banks. Kyle ( er ist ja erst 20 Jahre alt !! ) führt den Tauchgang während ich das Boot fahre. Nach 40 Minuten im Wasser kommen glückliche Taucher wieder an die Oberfläche. 8 Hammerhaie, davon einige ganz nah an den Tauchern, 3 Gitarrenhaie, Adlerrochen, Stachelrochen etc. Sicht gute 20m. Die Strömung ist noch stärker geworden seit Gestern, sicher um die 3 Knoten.
Nach einer Pause und einem kleinen Frühstück im Hafen geht es dann zur zweiten Ausfahrt. Diesmal ist ein Baited Dive auf dem Programm.
Ich habe von meinem anderen Boot , dass es nicht viele Haie gibt und wir nehmen extra Köder mit. Wir ködern die Gegend um die Nordseite von Protea Banks an. Dafür lassen wir uns ein bisschen extra Zeit um den Haien die Möglichkeit zu geben den Geruch aufzunehmen und an unsere Station zu kommen. Ich will, dass es ein gutes Taucherlebnis wird. Wir schicken dann zuerst Kyle ( 20 ) ins Wasser. Er hat den Mut, alleine an die Hai- Koederstation zu tauchen. Feiner Kerl. Sobald er im Wasser ist schiesst er wieder an die Oberfläche und meldet einen Tiger Hai. Darauf haben wir gewartet. Sofort bricht Hektik auf dem Boot aus denn wir muessen und beeilen ins Wasser zu kommen bevor der Hai wieder weg ist. Als wir alle fertig sind und abgeladen werden sehen nur noch wenige von uns den Tiger Hai. Er bleibt nicht sondern haut gleich ab. Schade…. Danach erstmal 5 Minuten gar nichts bis dann ein Schwarzspitzen Hai ankommt. Auch dieser bleibt kaum 10 Minuten und ist wieder weg. Nach 45 Minuten brechen wir den Tauchgang ab.
Da die Meisten noch genügend Luft übrig haben entschliessen wir uns, einen zweiten Versuch zu starten. Wir fahren 7 Kilometer zurück zur Nordseite von Protea Banks und machen einen zweiten Drift mit Bait. Diesesmal auch nur ein einzelner Black Tip der sich wohl gerne filmen laesst, dann aber den Abgang macht….
Protea Banks zeigt sich nicht von seiner besten Seite, aber daran kann man leider nichts machen. Trotzdem sehen wir wenigstens ein paar Haie, haben ziemlich gute Tauchbedingungen und schönes Wetter.
Morgen ist der letzte Tag der Mozambique Reise. Mal sehen was dieser uns noch bringt.

18.4. 2014 Sechzehnter Tag
Heute ist der letzte Tag der Mozambique Reise. Ich zähle hier 16 Tage weil Beulah und ich schon ein paar Tage vorher nach Mozambique gefahren sind. Offiziell fing das Programm erst an als alle Gäste angekommen sind.
So, wie wird wohler letzte Tag zu Ende gehen ??? Wir beginnen mit einem Baited Dive. Wir wissen, dass es schwierig ist im Moment. So ködern wir extra lange mit extra gutem Bait. Als die Taucher ins Wasser gehen halte ich oben auf dem Boot die Daumen. 30 Minuten vergehen, 45 Minuten vergehen und keiner kommt hoch. Alles okay denke ich, die haben Haie. Nach 70 Minuten kommen die ersten Taucher an die Wasseroberfläche und sagen mir, dass es keinen einzigen Hai gegeben hat. Nach 80 Minuten kommt der Rest der Gruppe. Nichts gesehen !!! Oh weh, oh weh….
Ich frage alle, wie könnt ihr 80 Minuten lang tauchen wenn es nichts zu sehen gibt ?Die Antwort : Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Einen Tauchgang haben wir noch. Mein Lieblings Tauchplatz sind die Höhlen an der Nordseite von Protea Banks. Egal wie die Bedingungen sind, egal was zu sehen ist, die Nordseite ist immer gut. Ich will diese Reise wenigstens mit einem guten Tauchgang abschliessen.
Allerdings haben wir hektische Strömung. Aus Sicherheitsgründen und aus praktischen Gründen entscheiden wir ohne Boje zu gehen. Der Plan mit der Boots Crew ist, dass wir nach 20 Minuten an der zweiten Höhle sind und dann meine Boje hochschiessen. Um die Strömung auszugleichen tauchen wir 200m vor der ersten Höhle ab und lassen uns gemütlich zur Höhle treiben. Es klappt wunderbar. Alle schaffen es locker. Als ich in die Höhle abtauche sehe ich Sandtiger dort. Das ist das Wunder auf das ich gehofft habe. Wir haben schon die ersten Raggies an Protea Banks. Sie kommen normalerweise erst in der letzten Aprilwoche/ersten Maiwoche hier an. Was für ein unendliches Glück, dass wir Heute schon Sandtiger sehen. Vier Haie sind in der Höhle . Wir bleiben so lange wie möglich, filmen und fotografieren was das Zeug hält und machen uns dann auf den Weg zur zweiten Höhle an welcher ich nach genau 20 Minuten meine Boje setzen muss laut Plan mit der Boots Crew. Alles klappt wie geplant. Beim Aufstieg höre ich Lolle rufen, drehe mich um und sehe 6 Hammerheads. Und sie kommen sogar richtig nahe an uns heran. Na also, hat Protea Banks doch noch einen Abschiedsgruss an unsere Mozambique Gruppe gegeben. Beim Sicherheitsstop noch ein Black Tip.
Wir kommen aus dem Wasser und dann gibt es nur noch High Fives, Freudenrufe, Umarmungen. Wir alle sind im siebten Himmel, total begeistert, die Reise endet auf der höchsten Note. …
Wichtigste Regel : Verpass nicht den letzten Tauchgang !!!!!!!!!!

19.4. 2014 Der Tag danach
Es ist halt immer dasselbe …Heute machten wir einen Baited Dive als erster Tauchgang. Nach der Pleite von Gestern habe ich nicht allzu viel erwartet. Wir kommen am Riff an und baiten wie gewöhnlich. Nach zehn Minuten gehen die Taucher ins Wasser und rufen mir noch zurück – der Tiger ist da…..
Dieser blieb erstmal gute 15 Minuten um den Bait und die Taucher herum und anschliessend drehte er immer wieder eine Runde um die Taucher und liess seine Streifen sehen. Also insgesamt gute 25 Minuten. Gestern hätten wir alles dafür gegeben.!!!
Zweiter Tauchgang war auch super an den Höhlen. Es war richtig streng mit der fetzigen Strömung. Absolut kein Kindergeburtstag !!!
Zwei Reggies in den Hoehlen. Guter Tauch Tag .
Neue Regel : Bleib einen Tag länger ……